Die Maschine, die am besten bröselt!
Die erste Begegnung mit Bröselmaschine hatten wir im Osten in den tiefen 70 ern über das Radio. Genauer gesagt, bei "POP-Sunday" - einem zentralen, respektlosen Szenemagazin für Rockmusik und Kultur, gegen den konservativen Mainstream, der von Volksmusik und Schlager geprägt war. Die Sendung kam jeden Sonntag, eine Stunde vor Mitternacht auf Bayern 2. Dort liefen zumeist Titel, die sich sehr extrem anhörten und auch schon mal länger als üblich waren, wie etwa "In-A-Gadda-Da-Vida" von Iron Butterfly – 17 Minuten. Voll ausgespielt!
Eine dieser Spezialsendungen war dem Kraut-Rock gewidmet. Urgestein Thomas Meinecke hatte eine Platte auf den Teller, die sofort faszinierte. Bröselmaschine mit ihrem gleichnamigen Debütalbum. Instinktiv wurde das Tonbandgerät TESLA B93 auf Aufnahme gedrückt und die ganze Sendung mitgeschnitten. Mit 4,76 cm/s Aufnahmegeschwindigkeit, um Bandmaterial zu sparen und die eigentlich – ohnehin in Mono, nur für Sprachaufnahmen im Frequenzbereich 60-8.000 Hz vorgesehen war.
Der Sound etwas mickrig, aber die Musik mystisch, hat jeden mitgenommen und "Look up to the sky..." in die Gehirnwindungen festgesetzt.
Mit BRÖSELMASCHINE steht am 14. Februar im Kulturzentrum St. Barbara ein Stück deutscher Musikgeschichte auf der Bühne. Gegründet in den späten 60er Jahren, zählt die Band um Gitarrenlehrer Peter Bursch zu den ältesten aktiven Rockformationen Deutschlands und begeistert seit über 50 Jahren ihre Fangemeinde bei mitreißenden Konzerten. Diese Fusion aus Krautrock und Weltmusik ist eine lebendige Demonstration, wie dynamisch und energiegeladen progressive Rockmusik mit Folk- und psychedelischen Einflüssen heute klingen kann.
"Was muss das doch für eine verdammte Scheiße sein."
Mit diesen Worten beginnt, die von Thoralf Koß überaus zutreffende Konzert-Kritik zum "Live At Rockpalast (Review)" - Album, dass am 9. Juni 2023 erschienen ist. Was für eine geniale Konzerteinführung auf Musikreviews.de
Kulturzentrum St. Barbara
Hauptstraße 30
08115 Lichtentanne bei Zwickau
VVK 22,- € zzgl. VVK-Geb., AK 27,- €
