In der besonderen Theaterfassung spielen Clowns mit der Novelle – Premiere: 30. Januar, 19:30 Uhr im Gewandhaus
Eine ganz besondere Theaterform verspricht die Neuinszenierung von Heinrich von Kleists „Kohlhaas“ am Theater Plauen-Zwickau, die ab 30. Januar um 19.30 Uhr im Zwickauer Gewandhaus zu sehen sein wird. Regie führt Rico Dietzmeyer von der Leipziger Compania Sincara, die sich mit wirkungsvollen Maskenspielaufführungen überregional einen Namen gemacht hat.
Drei Clowns, Hanscarl, Pimpernelle und Mädesüß, erscheinen. Sie schaukeln. Weil sie so das Auf und Ab der Welt am Laufen halten – behaupten sie zumindest. Und sie spielen. Und zwar mit Kohlhaas. Dabei erzählen sie von der Grenze zwischen Recht und Gerechtigkeit, von der Sache mit der Rache, dem Leidensweg zweier Rappen, von ungeheuren Zufällen und einer ganz wunderlichen Liebe. Sie spielen mit Junkern und Astrologen, mit Richtern und Verliebten, mit einem Abdecker und mit Martin Luther – das ungeheure Auf und Ab des Michael Kohlhaas. Am Ende verschwinden sie wieder. Wohin? Das weiß man nicht. Aber sie werden zurückkommen. Wenn die Situation danach ist.
In der Bearbeitung von Rico Dietzmeyer wird die Geschichte über den Rosshändler, der von einem Junker um seine Pferde betrogen wird und dann auf sein Recht pochend bereit ist, die Welt in Schutt und Asche zu legen, auf ungewöhnliche Weise erzählt. Entgegen jeder Erwartung begegnet man zunächst nicht Kleists berühmtem Rechthaber, sondern drei liebevollen Gestalten, den Clowns Hanscarl, Pimpernelle und Mädesüß. Sie machen das Einzigartige des Abends aus. Sie nehmen das Publikum mit auf eine wechselhafte Reise nach Kohlhaasenbrück und durch die verschiedenen Lesarten dieses Klassikers. So machen sie die tragische Geschichte zu einem Freudenfest.
Es spielen Paul Heimel, Hanif Idris und Claudia Lüftenegger. Musikalisch begleitet werden sie von Sebastian Undisz. Wer sich vorab über die Inszenierung informieren möchte, ist herzlich eingeladen zur Einführungssoiree und Öffentlicher Probe am 28. Januar um 17 und 18 Uhr im Gewandhaus. Der Eintritt dazu ist frei.
Einführungssoiree & Öffentliche Probe:
Mittwoch, 28. Januar, 18 & 19 Uhr
Gewandhaus
Die Veranstaltung bietet dem Publikum die einzigartige Gelegenheit, mit hochkarätigen Vertretern aus Justiz und Theater über zeitlose Themen wie Gerechtigkeit, Rechtsdurchsetzung und gesellschaftliche Ordnung zu diskutieren. Heinrich von Kleists "Michael Kohlhaas" behandelt die Geschichte eines Mannes, der für sein Recht kämpft und dabei die Grenzen zwischen Gerechtigkeit und Selbstjustiz überschreitet – Themen, die heute so aktuell sind wie zur Zeit der Entstehung des Werks.
Premiere:
Freitag, 30. Januar, 19.30 Uhr, Gewandhaus
Weitere Termine:
6. Februar, 19.30 Uhr;
20. März, 10.00 Uhr;
21. März, 19.30 Uhr;
6. April, 18.00 Uhr;
19. Mai, 18.00 Uhr,
Gewandhaus
