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"Der letzte macht das Licht aus" - Lakonischer Leichenumtrunk im "Projekt 46"
Mehr als 40 Besucher waren gekommen und es hätten auf Grund des schlechten Wetters viel mehr sein können. Musik-Fans von denen einige Karl Bruckmaier von seiner Zeit beim Bayerischen Rundfunk kannten, von seinen Büchern, Hörspielen oder die einfach nur neugierig waren und wissen wollten, wie sich so ein "undüsterer" Abgesang wohl anhört.
Anstatt Kerzen anzuzünden, wurden Geschichten und Anekdoten erzählt, die mit ausgewählter Musik unterlegt wurden, auf eine Art und Weise, wie das eben nur Karl beherrscht. Wer über 40 Jahre in der Musikwelt unterwegs war, Konzerte veranstaltete und über den Äther linear die Hörstuben beschallte, hat viel erlebt und kann zudem genauso viel darüber berichten.
Einer der Höhepunkte des Abends war die Erinnerung an Rock-Ikone Ozzy Osbourne, die Karl interaktiv gestaltete. Zunächst bekamen alle eine Lakritz-Fledermaus in die Hand, der dann in Gedenken an den überdrehten Künstler genüsslich der Kopf abgebissen wurde, bevor der "martialisch" anmutende Leichengesang "Iron Man" intoniert wurde, vom Publikum im Background und Karl als Frontmann Ozzy. Es wurde viel gelacht und Musik aufgelegt, die nie zuvor zu hören war, aufgelockert von dann sehr bekannten Stücken.
Viele nutzten die Gelegenheit, mit Karl zu plaudern. Die Zeit verging wie im Flug! Veranstalter Henry Kozok und Unterstützer Andreas Voigt vom Liederbuchverein sind überzeugt: Nächstes Jahr gibt’s eine Wiederholung, wenn es heißt:
Der letzte macht das Licht aus!
