
Zwischen acht- und neunmal müssen die Piloten in den Schleppflugzeugen an einem Wertungstag in den Himmel, um die Wettbewerber in den Startluftraum zu bringen. Foto: uhe
Spannende Wettkämpfe am Zwickauer Himmel
Vom 25. Mai bis 5. Juni gehen 79 Dädalus-Jünger und sechs -Jüngerinnen auf die in der Früh ausgegebenen Wettbewerbskorridore. Dann kämpfen in der Standard- und 15-Meter-Klasse Deutschlands beste Segelflieger um den Meistertitel und Podestplätze. Insgesamt stehen zwölf Flugtage auf dem Programm, wobei mindestens vier Wertungstage für eine abschließende Meisterehrung nötig sind. Es braucht also flugtaugliches Wetter mit entsprechend notwendiger Thermik.
Bevor es richtig los geht, musste das Startareal gemäht werden. Da die Start- und Landebahn fast vollständig genutzt werden wird, waren das etwa dreißig Hektar Betriebsfläche, die es zu kürzen galt. Zudem waren viele weitere fleißige Hände am Wirbeln, um den Teilnehmern einen zufriedenen Aufenthalt zu gewährleisten. Dazu zählen nicht nur gut vorbereitete Stellplätze, sondern vor allem die Rundumverpflegung, die für mehr als nur die 85 Aktiven abgesichert werden muss.

Volle Konzentration bedarf es beim Einklinken des Schleppseiles, zumal die Schleppschlösser an den Seglern nicht einheitlich sind. Foto: uhe
Dass Zwickau erneut – zum zwölften Mal – den Zuschlag von der Bundeskommission Segelflug für eine DM erhalten habe, liege an der gewohnt sehr guten Vereinsarbeit, der von allen Teilnehmern vergangener Meisterschaften als lobend erwähnten ausgesprochen wohltuenden Atmosphäre vor Ort, einer Top-Organisation und den geographischen Gegebenheiten. Von der Reichenbacher Straße aus wird es Aufgaben in Richtung Polen, der Tschechei, Sachsen-Anhalt, Thüringen oder Bayern geben. Auch wenn kein Vertreter aus der Region und Sachsen am Start sein wird, stehen lso zwei Wochen tollen Sports an. Denn in den Startlisten finden sich zahlreiche Welt- und Europameister oder Podestplatzierte wieder.

Joachim Lenk, 1. Vorsitzender des Aero-Clubs Zwickau, ließ es sich nicht nehmen, dem Rasen des Areals selbst einen letzten Schnitt zu geben. Foto: uhe
"Die Startzeiten werden jeweils zwischen 12 und 14 Uhr liegen und heuer wesentlich leiser von statten gehen. Denn neben fünf Motorflugzeugen werden zudem fünf Ultraleicht-Maschinen als Schlepper eingesetzt“, will Joachim Lenk, 1. Vorsitzender des ausrichtenden Aero-Clubs Zwickau, die „Lärmnörgler“ beschwichtigen. Und ergänzt: „Der Stolz, dass in Zwickau Deutsche Meisterschaften ausgetragen werden, sollte das kurzzeitige Gesurre in den Hintergrund rücken lassen!“
Zuschauer sind, insbesondere beim Start, gern gesehen und können bei freiem Eintritt das Prozedere von den Freiflächen vor den Hallen verfolgen. Verfolgen kann jeder Interessierte den Wettbewerb täglich auch auf soaringspot.com. Dort wird positionsgenau über die Flüge der jeweiligen Piloten auf dem Laufenden gehalten und sowohl die Tages- als auch Gesamtwertung angezeigt.
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