Sonderschau „Horch 8“ im August-Horch-Museum Zwickau sorgt für Begeisterung
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- Lesezeit: 3 Minuten
- Datum: bis 10. Januar 2027
100 Jahre Horch 8. Ein Mythos in Chrom und Eleganz.
Zweifelsohne gehört August Horch zu den herausragenden Pionieren des deutschen Automobilbaus. Seine visionären Erfindungen legten den Grundstein für zahlreiche technische Innovationen, die bis heute wegweisend sind. Insbesondere die Entwicklung eines zuverlässigen und leistungsstarken Verbrennungsmotors mit beschleunigtem Anspringen revolutionierte die Motorentechnik nachhaltig. Darüber hinaus sind ihm bedeutende Fortschritte wie die Einführung der Kardanwelle zur Kraftübertragung, die Linkslenkung sowie der mittig platzierte Schalthebel im Serienfahrzeugbau zu verdanken. Die von Horch entworfenen Automobile der gehobenen Mittel- und Luxusklasse zeichnen sich durch exzellente Ingenieurskunst aus und begeistern Kenner wie Liebhaber gleichermaßen. Selbst heute, bei klassischen Oldtimer-Rallyes oder Ausstellungen, ziehen diese Meisterwerke bewundernde Blicke auf sich und stehen exemplarisch für technische Finesse und zeitlose Eleganz deutscher Automobiltradition.

Gelungenes Konzept: Die paarweise Gegenüberstellung verschiedener Modelle, Foto: uhe
Das August-Horch-Museum würdigt den Autopionier noch bis zum 10. Januar 2027 mit einer von Randy Kämpf kuratierten und faszinierenden Sonderausstellung. Im Jahr 1926 präsentierte August Horch auf der Berliner Automobilausstellung den ersten in Deutschland gefertigten Pkw mit Achtzylindermotor – den Horch 12/60 PS (Typ 303). Dieses Modell markierte einen bedeutenden Meilenstein in der deutschen Automobilgeschichte und legte den Grundstein für die künftige Entwicklung der Marke. Ab 1927 widmete sich Horch ausschließlich der Herstellung von Fahrzeugen mit Achtzylindermotoren, die bald als Inbegriff für Eleganz und technische Raffinesse galten. Unter dem Titel „100 Jahre Horch 8 – Auf den Spuren eines Mythos“ bietet die Ausstellung Einblicke in dreizehn außergewöhnliche Automobile aus der Zeit zwischen 1927 und 1939, die heute als Legenden gelten. Ergänzt wird die Präsentation durch die 1959 entwickelte P 240 Sachsenring-Limousine, eine bemerkenswerte „versuchte Fortsetzung“ der traditionsreichen Horch-Linie.

Seltenes Schmuckstück: Horch 855 Spezialroadster von 1938, Foto: uhe
Als besondere Exemplare sind eine Horch 920 S-Limousine von 1939 zu nennen, von der lediglich acht Stück gebaut wurden, ein Horch 855 Spezialroadster von 1938, von denen es weltweit nur noch sieben gibt, und das aus dem Jahr 1953 existierende Einzelstück, ein 830 BL „Texas Horch“. Auch ein Frauenname spielt in der Ausstellung eine Rolle. Mehr dazu und was die Baureihe Horch 8 ausmacht, verrät der Kurator dieser Schau Randy Kämpf im Video.
Womit beschäftigt sich eigentlich ein KURATOR? Was neben fundiertem Wissen über Automobilgeschichte noch so alles zum Aufgabengebiet zählt, ist in einem Interview mit Kurator André Meyer vom August Horch Museum auf "Lena-Dena" zu erfahren.
