Erneut ist Zwickau Austragungsort einer Deutschen Meisterschaft! Das kann und sollte nicht hoch genug geschätzt werden.
Diese Meisterschaft könnte auch als Geocaching per Flugzeug bezeichnet werden – es sind die 32. Offenen Deutschen Meisterschaften im Rallyeflug. Samt freiem Training und den vier Wertungsflügen wird es zwischen dem 15. bis 18. Juli am Flugplatz an der Reichenbacher Straße kurzzeitig etwas lauter werden. Los geht´s am Donnerstag ab 10 Uhr. Dann werden etwa im 4-Minuten-Abstand die dreizehn Teilnehmer zu ihren Aufgaben in die Lüfte steigen und nach maximal neunzig Minuten wieder zur Landung ansetzen. Gleiches wiederholt sich am Freitag 9:30 und 15:30 Uhr sowie am Samstag 10 Uhr.
Navigationsflug-Bundestrainer und Wettbewerbsleiter Henry Franzkowiak gibt einen kurzen Einblick in den doch für viele etwas unbekannten Sport:
Da passt der Name Rallyeflug doch haargenau.

Nicht Segelflieger, sondern Motorflugzeuge werden diesmal ausgehend vom Flugplatz Zwickau um den deutschen Meistertitel im Rallyeflug kämpfen.
Doch warum ist Zwickau und der für Segelflugwettbewerbe prädestinierte Aero-Club Gastgeber dieser außergewöhnlichen Meisterschaft?
„Zwickau ist dabei nicht wie die Jungfrau zum Kinde gekommen“
verrät Vereinsvorsitzender Joachim Lenk mit einem Lächeln.
„Ausschlaggebend waren sicher die bisher sehr erfolgreich ausgerichteten Segelflugmeisterschaften. Aber auch die langjährigen Kontakte zum Navigationsflug-Bundestrainer Henry Franzkowiak. Der rief voriges Jahr an und fragte, ob der Verein sich vorstellen könne, auch eine Meisterschaft mit Motorflugzeugen ausrichten zu können und zu wollen. Das war eine große Ehre und wir haben zugesagt.“
Deutsche Rallyeflug-Meisterschaften werden seit 1960 ausgetragen und Zwickau ist erst der zweite sächsische Gastgeber. Und Franzkowiak ergänzt:
„Zwickau ist A ein toller Platz, hat B ein tolles Team, ist Aushängeschild was Organisation und Betreuung angeht… also war der Aero-Club einfach dran mit dieser rasanten Meisterschaft. Und: Die ist auch was für Zuschauer, weil sich der Wettbewerb innerhalb von rund neunzig Minuten abspielt.“
Teilnehmen können an diesen Meisterschaften übrigens alle Pilotinnen und Piloten von propellergetriebenen Motorflugzeugen, aerodynamisch gesteuerten Ultraleichtflugzeugen sowie Reisemotorseglern mit entsprechender Fluglizenz. Es bedarf also keiner Qualifikation.
Zwickauer sind bei diesem Ereignis zwar nicht am Start. Aber mit Roland Pietsch und Thomas Kirchner wollen zwei Sachsen aus Hoyerswerda mit einer Zlyn 43 die Fahne hochhalten.
Fotos: uhe
