Es müssen keine Bestzeiten erzielt, keine Prüfungen bestanden oder Hindernisse genommen werden… es wartet kein Siegertreppchen. Trotzdem: Die Horch-Klassik zählt längst zu den beliebtesten Oldtimer-Ausfahrten überhaupt. Sie führt das Teilnehmerfeld am Sonntag, 19. Juli, zur Augustusburg und zurück.
Diesmal lautet das Motto:
„100 Jahre Horch 8 - Auf den Spuren eines Mythos“.
Unter dem gleichen Leitgedanken steht das 4. August-Horch-Museumsfest 2026, das seine Gäste bereits am Samstag ab 10 Uhr einlädt.
„Es ist der Titel der einmaligen Sonderausstellung, zu der es, neben anderen auch, an beiden Tagen Führungen geben wird“,
umreißt Museums-Pressesprecherin Samantha Pilarzeck das geplante Geschehen. Sie verweist zugleich auf die jeweils ab 10 Uhr beginnenden Tagesprogramme, das am Samstag musikalisch von den „Steep Wall Stompers“ umrahmt wird. Als erster „Klassik-Höhepunkt“ kann die Ankunft der „Ahnen unserer Autos“ genannt werden. Diese starten ab 15 Uhr zu einer kleinen Ausfahrt Richtung Hauptmarkt und werden gegen 16:30 Uhr zurückerwartet. Dabei sein werden sechs Automobile und drei Kräder. Alle bis maximal Baujahr 1919. Erneut begrüßt werden kann Sebastian Schüßler aus Berlin mit seinem Millot Freres aus dem Jahr 1889. Schüßler hatte erst vor einigen Wochen dem Horch-Museum einen Prototyp eines viertürigen P70 übergeben.

Manchmal wird die Klassik von einer prominenten Crew, wie 2024 von Christian Geistdörfer und Walter Röhrl (rechts), angeführt.
„Die Organisation des Ahnen-Treffens sowie die am Sonntag um 9 Uhr startende 14. August-Horch-Klassik liegt wie gewohnt in den bewährten Händen des MC Zwickau, der erneut eine interessante Route ausgesucht hat“, verweist Pilarzeck auf den Höhepunkt des Wochenendes. Mit Meldeschluss hatten sich 26 Kräder und 150 Automobile für die Horch-Klassik eingetragen.
„Es geht diesmal zur Augustusburg. Das Streckenprofil des Kurses sollte für alle Fahrzeuge machbar sein. Einzige Schwierigkeit könnte sich für die Oldtimer ergeben, wenn es Clara zu gut meint und die Temperaturen in die Höhe schießen lässt“
geht Johannes Schmutzler, 1. Vorsitzender des MC Zwickau, davon aus, dass alle Teilnehmer ab 15 Uhr nach 130 Kilometern das Ziel am Museum erreichen. Schmutzler weiter: „Passend zum Motto des Festes und der Klassik sind fünfzehn 8-Zylinder-Horch-Modelle dabei, insgesamt 64 Pkw und 12 Motorräder bis Baujahr 1945. Bei den Pkw allein 39 der Auto-Union!“ Damit ist der Klassik-Organisator stolz, erneut „den Beweis zu erbringen, dass diese Klassik ein wahres Oldtimer-Treffen darstellt.“
Sie alle sind neben Trabants, Wartburgs oder Porsches und Mercedes aus den 70er und 80er oder etwas amerikanisches Flair einbringenden „Schlitten“ am Sonntag vor dem ab 9 Uhr erfolgenden Start in der Aufstellung auf dem Museums-Parkplatz und entlang der Audistraße zu bestaunen und bieten die Möglichkeit, das eine oder andere Gespräch mit den Inhabern zu führen.

Aufgereiht stehen neben Wanderer, DKW und einem Horch vor allem die fünfzehn Horch-Modelle im besonderen Fokus zu dieser Klassik.
Wie immer werden sich auch sehr viele Interessierte an den Kontrollstellen einfinden, um den Tross zu begrüßen und das Flair von einhundert Jahre Automobilbau zu genießen. Dort wird es auch jeweils die eine oder andere Überraschung geben und sich außergewöhnliche Fotomotive bieten.
Die Kontrollstellen der Klassik sind (Zirka-Zeit-Angaben):
- Rathaus Reinsdorf: 9:15 - 11:15 Uhr,
- Rathaus Hartenstein: 9:45 - 11:45 Uhr,
- Markt Zwönitz: 10:15 - 12:15 Uhr,
- Markt Zschopau: 11 - 13 Uhr,
- Schloss Augustusburg: 11:30 - 15 Uhr und
- Markt Stollberg: 14 - 16 Uhr.
Fotos: uhe
